Donnerstag, 23 Mai 2013 14:02

Schnee Großer Feldberg am 23.05.13

Höherpunkt einer lang andauernden Kälteperioder ist eine zarte Schneebedeckung auf dem Großen Feldberg unseres Taunus. Ungewöhlich dahingehend, dass wir uns bereits in der 3. Dekade des Monat Mai befinden.

Das Bild zeigt wie AUCH für die nächsten 7 Tage negative Temperaturenabweichungen für große Teil Europas zu erwarten sind.

Noch am Wochenende lag in Oberursel und Umgebung viel Schnee. Zwar hat das starke Tauwetter seit dem 17.3.13 den bis auf Flecken komplett verschwinden lassen, an Frühling ist aber weiterhin nicht zu denken. Nachts wird weiterhin empfindlich kalt und die Winterrichtung heißt abmals in diesem Winter NORD-OST.

Weite Teile von Ostdeutschland bis Russland sind schneebedeckt, was im Prinzip mit der größten Ausdehnung dieses Winters gleichzusetzen ist. Das begünstigt weiterhin die Aufrechterhaltung der kalten Witterung in großen Teilen Europas. Siehe Grafik.

Die Frühlingssonne ist zwar schon stark, aber über Schneedecken wird ein Großteil der Strahlung wieder von Erde zurückgeschickt. Die Albedo-Werte liegen über Schnee bei ca. 80-90%, ohne bei ca. 30%.

Aktuell liegt die Montasmitteltemperatur bei +1,7 Grad fast drei Grad niedriger unter dem langjährigen Mittel. 2006 hatten wir mit +2,4 Grad einen ebenfalls sehr kalten März. 2012 lag sie bei +7,6 Grad!

Frühling wann kommst Du!

Dienstag, 12 März 2013 20:37

Kernwinter Mitte März

Die Luftmassengrenze ist im Verlaufe der letzten Nacht über ganz Hessen nach Süden gewandert. Damit einhergehend brachte ein kleines Tief aus Richtung Frankfurt kommend, gespeist durch das starke Temperaturgefälle Nord-Süd, für nunmehr fast 24 Stunden Dauerschneefall. Bereits am Morgen lagen 2-3cm Schnee. Ein weiteres großes Schneefallgebiet brachte dann am Vormittag nochmals 10cm Schnee. Somit erreichen wird die höchste Schneehöhe dieses Winters. Hinzu kam teils starker Wind der zu Verwehungen führte und die Temperaturen blieben bei einem "Maximum" von nur -2,4 Grad deutlich hinter den normalen Werten für diese Jahreszeit zurück. Selbst die erhöhte Globalstrahlung der Sonne schaffte es nicht die Straßen schneefrei zu halten. Zur Erinnerung am Samstag, den 09.03.13 hatten lagen die Höchstwerte noch bei 16 Grad

Schneehöhe Oberursel 21:00Uhr, 12.03.13: 16cm (teils stark verweht)

Gut zu sehen die Niederschlagssignale in der Mitte Deutschlands, gleichzeit Luftmassengrenze zwischen Nord und Süd. Die Temperaturunterschiede liegen z.T. bei 15K! 

Nun wandert die LMG als Kaltfront nach Süden. D.h. für Oberursel in den nächsten Tagen frostiges Winterwetter.

Satbild 120313

Quelle: hr-online.de 19:35

Hier einige Impressionen aus Frankfurt und Oberursel:

2013-03-12-Frankfurt Platz der Republik

Platz der Republik, 12.03.13

 2013-03-12-290 Christuskirche

Oberursel, Christuskirche, 12.03.13

 

Am 02. März 2013 gab es den ersten kompletten Sonnentag seit langer Zeit, gefühlt seit November. Der meteorologische Winter vom 01.12.12-28.02.13 brachte es auf einen Negativrekord von insgesamt nur 54 Sonnenstunden. Interessant ist auch, dass der Winter 12/13 nicht als besonders nass in die Geschichte eingeht.

Nun steht ein erneuter Rückfall in den Winter vor der Tür. Kalte Luft hat sich über Skandinavien angesammelt und wird nach Mittel- und Osteuropa transportiert. Aktuell ist der Norden von Deutschland schon seit einigen Tagen betroffen. Heute gab es teilweise Dauerfrost. Nun kämpft sich die Kaltfront immer weiter Richtung Süden.


Die Karte zeigt die Kontraste bei den Temperaturen:

 Temperatur 100313


Die Schärfe des Wintereinbruches in Sachen Ausprägung und Länge ist schon ist schon für die 2. Märzdekade erstaunlich.
Hier in Oberursel wird er uns ab dem 11.03.13 so richtig beschäften. Vermutlich mit Nachtfrösten in den nächsten 7 Tagen. 
Das Temperaturmittel des Monat März wird dadurch vermutlich negativ ausfallen.

Das viel zu kalte Wetter herrscht nicht nur über Deutschland. Von Nordrussland bis nach Spanien ist es deutlich zu kalt für die Jahreszeit.

Freitag, 08 Februar 2013 16:01

So muß Winter...

Auf 860m Meerehöhe hat es in den letzten Tagen viel Neuschnee gegeben. Im Tal sind es ca. 100cm und auf dem Diedamskopf (2.000m) sind es bereits 350cm Schnee. Auch in den letzten Jahren wurden diese Schneehöhen oft erreicht.

Warum kann man den Ort als Schneeloch bezeichnen?

Wolken aus denen Niederschläge/Schneeschauer hervorgehn, bringen bei uns hierzulande wenn überhaupt nur 1 oder 2cm Schnee. Auf dem weiteren Weg "prallen" die Wolken bei der aktuellen Nord-West-Strömung gegen die Alpen, werden gezwungen sich zu entleeren und bringen dann meist Dauerschneefall. Nicht selten werden es 20 - 50cm am über den Tag verteilt. Der Vorarlberg und der Bregenzerwald haben also durch diese exponierte Lage eigentlich oft die höchsten Schneemenge zu verzeichnen. Schoppernau, speziell der Ort, ist auch perfekt für diese Anströmung ausgerichtet. Dazu kommt auch noch der Berg "Kanisfluh", an dem die Wolken nochmals "extra" aufgehalten werden und dann im Ort dahinter für andauernde Schneefälle sorgt.

Freitag, 08 Februar 2013 15:51

Gedanken zum Winter

Schon jetzt kann man sagen, dass sich der Winter 12/13 für den Winterfreund in die Reihe der letzten Winter einreiht. D.h. wir kamen mindestens einmal in den Genuss von richtig nachhaltigem Winterwetter. Das war im Rückblick auf die letzten beiden Jahrzehnte nicht immer so. Diesen Winter kann man bereits Ende Januar zwei längere Winterphasen für Flachländer konstatieren. Allerdings so schön es ist - so schmal ist der Grad der Enttäuschung für uns 'Verwöhnte' - wenn es mal nicht für Rodeln und Schlittschuhlaufen reicht. Ein Rückblick auf die letzten Winter soll verdeutlichen, dass die jetzige Kindergeneration fast schon verwöhnt wurde:

2008/09 2 Wochen Januar
2009/10 Januar/Februar - 60 Schneedeckentage
2010/11 6 Wochen Dezember/Januar (43 Tage am Stück geschlossene Schneedecke)
2011/12 2 Wochen Februar
2012/13 1 Woche Dezember - 2 Wochen Januar ...

Bereits Anfang Dezember konnte eine dünne Schneedecke mehrere Tage die Landschaft verzaubern. Die Nachtfröste waren schon so stark, dass es fast zu Schlittschuhlaufen auf dem Maasgrundweiher gereicht hätte. Nachfolgendes Tauwetter und immer höher steigende Temperaturen ließen schon das Gefühl aufkommen, das wir es doch mit einem milden Winter zu tun bekommen würden....Grund hierfür waren atlantische Tiefdruckgebiete mit Winden aus Richtung aus West bis Südwest für fast Frühlingsgefühle sorgten.

Jedoch kam der Flachland Winter Mitte Januar wieder zurück. Dauerfrost und immer wieder kleine Schneefallgebiete brachten auch eine dünne Schneedecke. 10 cm Schnee reichten in der 4. Januarwoche für Rodelvergnügen auf der Bleiche in der Altstadt. Die Bäume hatten tagelang ihr weißes Kleid auf den Ästen. Auf dem kleinen Feldberg lag kaum mehr Schnee. Einher kam das perfekte Winter Wetter mit Dauerfrost. Allerdings gab es im Prinzip keinen einzigen Tag mit Sonnenschein. Was dazu führte, das der Frost sich meist nur im leichten Frost Bereich von 0 bis -5 Grad bewegte. Das Potential für strenge Fröste war eigentlich gegeben. Der Maasgrundweiher konnte aufgrund dessen nur langsam sein Eis bilden. Am Ende konnten noch mutige Schlittschuhlauffans zwei Tage Eishockey spielen, ehe diese zweite hochwinterliche Phase durch ein atlantisches Sturmtief aus Südwest beendet wurde. Markant, in den zwei Wochen schönstes Winter Wetter, war in der Mitte eine Eisregenphase. Grund hierfür war das Standhalten von osteuropäischen Hochdruck und deren bodennaher Kaltluft gegen warmen Tiefdruck auf dem Atlantik. Die warmen Luftmassen mussten auf die Kaltluft auf gleiten. So waren es an diesem Sonntag, dem 20. Januar 2013 +5 Grad in 1500 Metern Höhe. Am Boden wurde hingegen die 0-Grad Grenze nicht überschritten. Nachfolgender Schneefall machte die 2. Winterwoche in Folge perfekt.

Ende Januar und Anfang Februar herrschte wieder die warme Luft in Deutschland. Erneut gingen die Temperaturen drauf auf bis zu 12 Grad. D.h. die Temperatur Kurve bis dato gefällt der eines Oszillators.

Sehr kalt - sehr warm - sehr kalt - sehr warm - ???

 

Nun bleibt die Frage zur weiteren Entwicklung des Wetters im dritten Winter Monat Februar. Die Vorhersagemodelle prognostizieren, entgegen meiner Erwartung, eine erneute und damit 3. Winterepisode in Deutschland. Allerdings werden keine besonders tiefen Temperaturen (Im Vergleich: -10 Grad Durchschnittstemperatur 1. Februar Dekade 2012) erreicht werden. Trifft es aber tatsächlich so ein, dass wir wieder Dauerfrost und auch eine Schneedecke bekommen, könnte man das subjektive Gefühl bekommen, dass die Winter in den letzten Jahren wieder winterlicher geworden sind. Man könnte sogar von einer neuen Qualität sprechen. Waren es in den letzten Jahren immerhin schon eine lange winterliche Periode so sind es in diesem Winter schon deren drei! Dazu kommt interessanterweise, dass die Durchschnittstemperaturen von Dezember (+2,7) und Januar (+1,3) in der Summe noch nicht einmal negativ sind. Grund hierfür sind die starken zwischenzeitlichen "Warmphasen" in den Monaten. (Siehe Grafik)

Dabei kommt mit dem März sogar noch eine weitere Option für mindestens ein Winterintermezzo. Wollen wir aber nicht gleich den `Morgen vor dem Abend loben`.

Es bleibt also weiter spannend.

Dienstag, 30 Oktober 2012 12:38

Sommer und Winter in 7 Tagen - Eine Nachlese

Am 21. Oktober gab es in Deutschland noch verbreitet 25 Grad. In Oberursel war dieser Tag mit 20,2 Grad der wärmste Tag im ganzen Monat. Am 27.10.12 gab es morgens Dauerschneefall. Der 29.10. brachte mit -4,6 Grad Tiefsttemperatur einen neuen Minimumrekord für den Monat Oktober, ebenso die Höchsttemperatur mit 2,2 Grad. Sogar die Tagesmitteltemperatur blieb an diesem Tag negativ.

Deshalb zeigt eine Rückanalyse "Trajektion" des Wettergeschehens die starken Gegensätze.

1. Super Warmwetter um den 21.10.12:

anhand der grünen Linie ist Laufbahn der Luftmassen in 1500 Metern Höhe verzeichnet. Die Luft kam also weit aus Süden und sogar aus Nordafrika.

RueckwertsTrajektion warm

 

2. Super Kaltwetter am 27.-29.10.12:

Die Luftmassen kamen direkt aus der Gegend Spitzbergen bzw. Arktis

RueckwertsTrajektion kalt

So unterschiedliche Wetterlagen in der kurzen Abfolge wird es wohl so schnell nicht wiedergeben.

Grafikerklärung: Die Vorhersagegrafik für die nächsten 14 Tage zeigt die Einstimmigkeit der Modellläufe zur bevorstehenenden Wetterumstellung.


Der sehr sonnige und beständige Altweibersommer mit Temperaturen bis 20 Grad neigt sich nun langsam dem Ende zu.
Markan ist, dass sich das Wetter von einem auf das anderes Extrem umstellt. Anstelle von sehr warme Luft aus Süd-West, wird ab dem 26. Oktober sehr kalte Luft arktischen Ursprungs aus Nord-Ost nach Deutschland transportiert.

Vorallem in der Höhe kann es zu einem Temperatursturz von bis zu 25 Grad führen. Das sind fast amerikanische Verhältnisse.
Im Flachland heißt es dann von Höchstwert am Wochenende von nahezu 25 Grad (Ostdeutschland), sinkt die Temperatur auf kaum noch 5 Grad. Niederschläge gehen bis in untere Lage in Graupel und Schnee über.

Die Rekordminimumtemperatur in Oberursel war für den Oktober bisher -3,4 Grad am 19.10.2009. Mit der vorhergesagten Entwicklung könnte diese Marke unterschritten werden. Letztes Jahr hatten wir in der ersten Oktoberdekade neue Rekord-Höchstwerte von 27 Grad. Das zeigt eine Amplitude von 30K und beweist, dass im Oktober alles möglich ist.

Ob die kommende Wetterlage ein Vorbote für den Winter 12/13 wird bleibt abzuwarten.

Nach dem Durchzu einer Gewitterfrot am Morgen des 16.08.2012 ist zwischenzeitlich kühlere Luft ins Rhein-Main-Gebiet gefloßen. Mit 12 Grad diente die vergangene Nacht zum durchlüften der Wohungen und Häuser.
Es ist jedoch richtig heiße Luft aus Süd-West-Europa auf dem Weg nach Deutschland. Diese wird in den nächsten 5 Tagen für die diesjährigen Hundstage sorgen.Damit wird der August mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich wärmer als im Mittel der letzten Jahre. Denn schon jetzt liegt er 1,2 Grad über dem Mittel.
Also sollte man die noch langen Tage ausgiebignutzen. Vermutlich wird es die Woche darauf wieder normal weitergehen.

Die Grafik verdeutlicht den starken Temperaturanstieg in 1500m Höhe. Markant auch der Abstand zum langjährigen Mittel:

Mittwoch, 25 Juli 2012 08:11

Sommer endlich da!

Der kalendarische Sommeranfang 2012 ist schon über 30 Tage her, doch eine längere hochsommerliche Phase war bisher Fehlanzeige. Nach einem noch sehr kühlen Wochenende (Tiefsttemperaturen unter 8 Grad und Höchsttemperaturen bei 20 Grad ), wird erstmals seit Ende April(!) die 30 Grad-Marke übersprungen. Angesichts dessen, dass man letzte Woche noch viele Menschen mit "Jack Wolfskin"-Winterjacken in der Stadt gesehen hat, kann man endlich die Jahreszeit geniesen. Kurze Kleidung und Schwimmbad stehen auf der Tagesordnung.

Interessant ist, dass heute morgen auf dem kleinen Feldberg um 6:00 Uhr 20,5 Grad gemessen wurden. In Oberursel waren es jedoch nur frische 15 Grad. D.h. es handelt sich auch noch um eine für den Sommer seltene Inversionswetterlage.

 

 

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