In der Grafik sieht man, dass die Temperaturen in den nächsten 10 Tagen konstant unter dem langjährigen Durchschnitt liegen sollen.


Ausgerechnet im Hochsommer bekommen wir es in den nächsten Tagen mit beständigem Westwindwetter zu tun. Ein Tief über der Nordsee bleibt beständig an seiner Position stehen und führt kühle Nordatlantikluft nach Mitteleuropa. Schauerwetter und Höchsttemperaturen unter 20 Grad sind die Folge.
In den letzten Monaten machte sich diese Wetterlage ungewöhnlich rar. Deshalb auch das extrem trockene Wetter des ersten Halbjahres.

 

06.06.2011 14:00 Uhr: Vorschau Hessentagswetter Oberursel 10.-19. Juni 2011

Die Aussichten stellen sich zum aktuellen Zeitpunkt garnicht so schlecht dar. Nach der lang anhaltenden sommerlichen Dürreperiode gelang nun der Übergang zu einer schwülwarmen Gewitterlage über der Tanusregion und weiten Teilen Deutschlands. Dies subtropischen Luftmassen werden sich bis voraussichtlich zum Mittwoch halten können. Gewitter sind jederzeit möglich, bis hin zu Unwettercharakter. Eine genaue Vorhersage von Unwettern ist teilweise nur mit kurzfristigen Radaranalysen möglich. 

Nach und nach werden kühlere Lustmassen in den schwachen"Tiefdrucksumpf'" mit einfließen, so dass Luftmassen gut durchmischt werden. Eine generelle Abkühlung auf Tageshöchstwerte um 20 Grad hat das zur Folge. 

Ab Wochenmitte scheint sich wieder Zwischenhochdruckeinfluß ausbreiten zu können.  Ein Regengebiet am Samstag kann für eine Umstellung auf stetig wärmer werdendes und trockeneres Wetter verantwortlich sein. Für eine generelle Umstellung auf richtiges Tiefdruckwetter mit ausgedehnten Regengebieten nach Pfingsten fehlen stand heute die Signale. Auch klares Sommerwetter mit Temperaturen von über 30 Grad kann zur Zeit für die ersten "Hessentage" ausgeschlossen werden.

05.06.2011 16:00 Uhr: Vorschau Hessentagswetter Oberursel 10.-19. Juni 2011

Die Aussichten stellen sich zum aktuellen Zeitpunkt garnicht so schlecht dar. Nach der lang anhaltenden sommerlichen Dürreperiode gelang nun der Übergang zu einer schwülwarmen Gewitterlage über der Tanusregion und weiten Teilen Deutschlands. Dies subtropischen Luftmassen werden sich bis voraussichtlich zum Mittwoch halten können. Gewitter sind jederzeit möglich. Eine genaue Vorhersage von Unwettern ist teilweise nur mit kurzfristigen Radaranalysen möglich. 

Nach und nach werden kühlere Lustmassen in den schwachen"Tiefdrucksumpf'" mit einfließen, so dass Luftmassen gut durchmischt werden. Eine generelle Abkühlung auf Tageshöchstwerte um 20 Grad hat das zur Folge. 

Ab Wochenmitte scheint sich wieder Zwischenhochdruckeinfluß ausbreiten zu können. Für eine generelle Umstellung auf richtiges Tiefdruckwetter mit ausgedehnten Regengebieten fehlen stand heute die Signale. Auch klares Sommerwetter mit Temperaturen von über 30 Grad kann zur Zeit ausgeschlossen werden.

Vielleicht kann es am morgigen letzten Tag im Monat Mai endlich Gewitterregen geben, die Bilanz bis dato ist aber schon einzigartig.

Die Grafik vom Deutschen Wetterdienst zeigt die Entwicklung.

Montag, 16 Mai 2011 19:10

Historische Trockenheit

In der Grafik kann den kummulierten Niederschlag von Oberursel des aktuellen Jahres anhand der organgenen Linie erkennen. Die Abweichung zu den Vorjahren ist schon erheblich!

Auch wenn noch viele Wiesen und Felder "normal" aussehen, die aktuell weiter andauernde Trockenheit nimmt bereits historische Formen an. Mitte Mai 2011 liegt die kummulierte Niederschlagsmenge der ersten 5 Monate des Jahre bei nur bei 163, anstatt bei ca. 350 der letzten Jahre. D.h. die Erreichung liegt nur bei 50% von normal.

Die Landwirte der Gegend werden wohl um erhebliche Einbußen nicht drumherum kommen.

Die seit Wochen andauernde Trockenperiode wurde in den letzten 72h in vielen Gebieten Deutschlands beendet. Allerdings nicht im Taunus!

Die seit Wochen andauernde Trockenheit in weiten Teilen Deutschlands geht weiter. Viele Wettermodelle sehen auf Sicht der nächsten 14 Tage keine nennenswerte Umstellung der stabilen Hochdruckwetterlage.

Die klimatische Wasserbilanz sieht für das Frühjahr sehr schlecht aus:

Klimatische Wasserbilanz Frühjahr

Quelle: www.dwd.de

Bis auf ein paar Randgebiete der Alpen, liegen die Defizite zwische 50 und 100mm Niederschlag. Die Entwicklung der Pflanzen ist jetzt gerade im Anfangsstadium des Wachstums stark beeinträchtigt.

Samstag, 12 Februar 2011 17:02

Schlägt der Winter noch einmal richtig zu?

Viele Menschen in Deutschland wundern sich über diesen Winter. Zuerst schickte er sich an  ein "Jahrtausendwinter" zu werden, nun erleben wir des öfteren täglich Temperaturen über +10 Grad.

Seit Tagen sammelt sich über Nord- und Osteuropa ehemalige sibirische Kaltluft. Fast schon 10 Tage lang liegt Deutschland in einer Pattsituation: Tiefer Druck über dem Atlantik, hoher Luftdruck über Skandinavien und ebenso tiefer Druck über Russland. Die Wettermodelle schwanken zwischen Süd-West-Durchbruch der Warmluft und Einsickern kontinentaler Kaltluft aus Nord-Ost. Anderes ausgedrückt, hieße es je nach dem - Vorfrühling oder Tiefwinter.

Bisher siegte in der Realität die "warme" Seite. 

 

Die letzten Tage gab es in den letzten Jahren selten gesehenes sonniges trocken-kaltes Winterwetter. Anfangs war es auch noch in den Hochlagen des Taunus sehr kalt. Nun ist es in der Höhe deutlich wärmer geworden. Die sogenannte Inversion schlägt zu. Aktuell sind es -5 Grad in Oberursel und auf dem Feldberg lediglich -1 Grad. 
Die Temperaturen der vergangen 3 Nächte, Kahlfröste (ohne Schneedecke), hatten Tiefstwerte von -7 bis -9 Grad erreicht. Die Eisbildung auf Seen ist voll im Gange. 

Grund hierfür ist eine kräftige und stabile Hochdruckzone (Hoch "Barbara") die sich vom Atlantik bis hin zum schwarzen Meer erstreckt. Diese wird ab Wochenmitte zunehmend nach Süden abgedrängt. So können sich von Norden her Wolken Wind und Niederschläge südlich ausbreiten. Dies geht mit einer Milderung einher. Damit nimmt die Wahrscheinlichkeit eines tiefwinterlichen Witterungsabschnitts mit Schnee weiter ab. 

Bis dahin sollte man das strahlende Winterwetter und vielleicht auch Schlittschuhlaufen nutzen!

 

Dienstag, 04 Januar 2011 08:41

ein merkwürdiger Dezembermonat

Im Dezember 2010 betrug das deutsche Flächenmittel nach vorläufigen Berechnungen -3.5°C und war damit bezogen auf die Normalperiode 1961/90 um 4.3 k und gemäß einer Normalperiode 1971/2000 sogar um 4.9 k zu kalt. Dabei gab es freilich bedeutende Unterschiede zwischen dem Südwesten/Westen und dem Osten Deutschlands, so betrug das Dezembermittel in Frankfurt/M -1.6°C, in Dresden -4.5°C. Der Monat war außerdem deutlich zu nass. Und in Anbetracht einer defizitären Sonnenstundensumme von 25 % gegenüber dem eh schon kläglich bemessenen mittleren Wert stieg der Verzehr von Winterdepressionsschokolade ins Unermessliche ( halt immer noch besser als Wodka). Üblicherweise sind negative Temperaturabweichungen dieser Größenordnung in einem Wintermonat einem Überwiegen des GT E mit häufiger Advektion kontinentaler Kaltluft cP, xA oder in selteneren Fällen auch cA geschuldet zusammen mit relativ geringer Niederschlags- und eher positiver Sonnenscheinbilanz. Man erkennt daher unschwer, dass der Dezember 2010 von einem klassischen Strengwintermodus weit entfernt war.

Nach ungewöhnlich warmer Witterung mit Temperaturen bis zu 20°C im Südwesten Deutschlands erfolgten ab der 3. Novemberdekade an der Ostflanke eines Langwellenrückens über dem östlichen Nordatlantik wiederholt ausgeprägte Vorstöße arktischer Meeresluft nach Mittel- und Westeuropa und leiteten hier ein ungewöhnlich frühes Winterszenario ein. So konnte sich mit Beginn des klimatologischen Winters in ganz Deutschland und sogar in England so wie Irland flächendeckend eine stetig weiter anwachsende Schneedecke bilden, ein für Anfang Dezember ganz außergewöhnliches Ereignis. Berücksichtigt man nun den Umstand, dass die Advektion arktischer Meeresluft nach Mitteleuropas (im Niveau 500 hPa bisweilen bis unter -40°C) vorzugsweise auf dem Seeweg über das noch bis zu 8°C warme Meer erfolgte, so muss das Temperaturergebnis erst recht erstaunen und ist sicher trotz kurzer und im Westen und Süden auch etwas längerer Tauwetterintervalle auch die Folge der Albedowirkung einer geschlossenen Schneedecke. Die GWL und Luftmassen, jeweils bezogen auf Frankfurt/M, sollen ihre überwiegend maritime Herkunft bestätigen:

1.12. NEZ / xA 6. TRM / xP 11. NWZ / mSp 16. NZ / mA 21. WS / cP 26 TRM/xA
2. TM / xA 7. WS / mPs 12. NZ / mP 17. TRM / mA 22. WS / mSp 27. NEZ/mA
3. TM / xA 8. NWZ / mA 13. NZ / mA 18 TRM / mA 23. U / mSp 28. NEZ/cP
4. TRM / mA 9. NWZ / mA 14.NZ / mA 19. WS / cP 24. TRM/mA 29. NEZ/cP
5. TRM / xPs 10 NWZ / mA 15. NZ / mA 20. WS / cP 25. TRM/mA 30. BM/cP
31.BM /cP

Besonders beeindruckend war ein mächtiger Vorstoß arktischer Luftmassen aus der Grönlandsee Richtung Europäisches Nordmeer und Nordsee gegen Monatsmitte. In meiner Wetterbesprechung für das Berliner Prognosenturnier am 17.12. (ich war mal wieder dran) hatte ich die Atmosphäre als Wiederholungstäter entlarvt und doch kam ich nicht umhin, die Hoffnung einer möglichen Umstellung der GWL auf zonale Zirkulation anzudeuten. Ursache für diesen Hoffnungsschimmer war eine in allen Modellen prognostizierte zyklonale Drehung der Trogachse auf zonale Strömungsform infolge Ausweitung der Kaltluft zum westlichen Nordatlantik . Dies traf auch zu doch verursachte sie nun im Rahmen der GWL WS über Mitteleuropa eine niederschlagsreiche Grenzwetterlage mit mS und Tauwetter in Süddeutschland und Polarluft im Norden wobei die Grenze zeitweise etwa entlang der Mainlinie verlief. Aber auch sonst erwies sich die Hoffnung als trügerisch: Infolge einer starken zyklonalen Entwicklung im Seegebiet östlich von Neufundland mit ihrer korrespondierenden Warmluftadvektion wurde stromabwärts das ursprüngliche Langwellenmuster rasch wieder etabliert. Gegen Monatsende stellte sich nach Abwanderung eines cut off über Osteuropa nach Süden eine Hochdruckbrücke ein, die in der Osthälfte und im Bereich der Luftmasse cP über geschlossener Schneedecke zu weiterer Frostverschärfung führte.


Fassen wir zusammen : Das Beispiel Dezember 2010 zeigt, dass sehr kalte Wintermonate nicht zwangsläufig das Ergebnis häufiger oder überwiegender Zufuhr kontinentaler Kaltluft sein müssen, sondern sich auch in maritimer Arktikluft bei überwiegend tiefem Luftdruck einstellen können. Voraussetzung ist freilich eine beständige flächendeckende und ausreichend mächtige Schneedecke mit ihrer kältekonservierenden Albedowirkung und eine gradientschwache Druckverteilung mit gelegentlichem Absinken und nächtlichem Aufklaren.

Doch wie geht es nun weiter ? Eine Zusammenstellung aller Dezembermonate der Baurschen Reihe mit einer negativen Abweichungen ab - 4.0 k und denen der danach folgenden Wintermonaten soll uns einen kleinen statistischen Hinweis geben.

Jahr XII I II Jahr XII I II

1788 -9.6 -2.5 +1.8 k
1798 -4.0 -2.7 -2.4
1799 -4.8 +0.5 -2.3
1808 -4.4 -1.4 +2.4
1812 -4.9 -2.3 -2.4
1829 -6.6 -5.8 -4.2
1840 -6.7 0.0 -3.4
1844 -4.5 -1.5 -5.0
1853 -4.7 +1.5 -0.5
1855 -4.3 +2.6 +1.9
1870 -4.2 -3.6 -0.6
1871 -4.4 +1.4 +1.4
1879 -6.8 -1.3 +0.4
1890 -5.5 -3.8 -1.5
1933 -5.2 +0.2 +0.6
1963 -4.1 -2.0 +0.9
1969 -4.9 -1.3 -0.4


Wir können feststellen : 1. Die dem Dezember folgenden Wintermonate weisen keine noch größere negative Abweichbeträge auf. 2. Es gibt 6 Winter mit negativen Abweichungen auch im Januar und Februar, in 11 Wintern war zumindest ein Monat zu warm oder fiel zumindest normal aus. 3. Die positiven Abweichungen halten sich in Grenzen, selbst der höchste Wert mit +2.6 k liegt noch unterhalb der Standardabweichung von 2.8 für die Normalperiode 1971/2000. 4. Der letzte sehr kalte Dezember einer hier betrachteten Größenordnung liegt 41 Jahre zurück.5. Den vielleicht kältesten Winter aller Zeiten 1829/30 sollte man nicht in unsere Betrachtungen einbeziehen, war er doch eine absolute Ausnahme Fazit : statistisch gesehen könnte der Hochwinter 2011 etwas gelinder als der vorangegangene Dezember ausfallen, doch werden uns auch in den noch folgenden Wintermonaten markante Kälteperioden nicht erspart bleiben. Das jetzt bereits mittelfristig simulierte Ereignis kommt uns irgendwie bekannt vor, dürfte aber gleichwohl erfolgversprechender sein als sein Vorgänger mit freilich sehr üblen Folgen bezüglich Hochwasser ( der Tauwind kam vom Mittagsmeer ....). Danach wird sich die meridionale Zirkulation sehr wahrscheinlich wieder einpendeln. Die Atmosphäre also doch ein Wiederholungstäter. Lo siento mucho

Quelle: Hans,  Mitglied Forum Wetterzentrale.de

Montag, 27 Dezember 2010 09:27

rekordverdächtige "Weiße Weihnachten 2010"

Der Deutsche Wetterdienst schreibt es zusammenfassend so:

26.12.2010, 08:48 Uhr

Weihnachten weiß und kalt

Nachdem die starken Schneefälle zu Ende sind, soll hier Bilanz 
des raren deutschlandweiten Weihnachtswinterwetters gezogen 
werden.
Auf dem Brocken liegt mit 160 cm der meiste Schnee, noch vor 
der Zugspitze mit 148 cm.
Im Bayerischen Wald, dem Erz- und Fichtelgebirge und am 
Rennsteig liegen auch teils über 100 cm Schnee, wobei in diesen 
Regionen der Fichtelberg mit 140 cm Spitzenreiter ist.
Die Mittelgebirge der westlichen Bundesländer werden vom Kahlen 
Asten mit 80 cm Schneehöhe angeführt, der notorische 
Spitzenreiter Feldberg im Schwarzwald kommt wegen des starken 
Tauwetters der vergangenen Woche nur auf 57 cm, im benachbarten 
Freudenstadt liegt mit 56 cm kaum weniger Schnee.
In den Lagen unter 200 m Meereshöhe purzelten die Rekorde. Mit 
45 cm (alter Rekord 43 cm) liegt der meiste Schnee in 
Wiesenburg, ca. 70 km südwestlich von Berlin. Und auch die 36 
cm (25 cm als bisheriger Höchstwert im Dezember) in Aachen sind 
dort eine enorme Schneemenge.
So viel Schnee hat es bei 60% aller Stationen unter 200 m im 
Dezember noch nie seit Beginn der Messungen gegeben. 
An den nächsten beiden Tagen wird durch neue, teilweise 
schauerartig verstärkte Schneefälle die Prozentzahl der 
Stationen mit Schneehöhenrekorden weiter steigen.

Und kalt ist es auch.
Gestern, am ersten Weihnachtsfeiertag herrschte in ganz 
Deutschland Dauerfrost, wobei es in den Niederungen in 
Schleswig-Jagel (30km südlich von Flensburg) mit -9,6 als 
Höchstwert am kältesten war.
In der letzten Nacht war Bad Königshofen (ca. 100 km 
nordwestlich von Nürnberg) - 24 Grad Rekordhalter in 
Deutschland. In diesem Kälteloch war es allerdings im Dezember 
1969 schon -30 Grad kalt. 
Auch zwischen Karlsruhe und Stuttgart meldeten einige Stationen 
Werte unter -20 Grad. 
Die weiteren Aussichten bleiben frostig. Nur im Nordwesten und 
den Flussniederungen des Rheins und seiner westlichen 
Nebenflüsse können sich Höchstwerte über null Grad einschleichen.
Nachts werden ab Mittwoch und Donnerstag früh im Osten -20 Grad 
eher eine Selbstverständlichkeit und tagsüber werden die 
Temperaturen dort auch nur wenig "wärmer" als -10 Grad werden.

Dipl.-Met. Christoph Hartmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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